Story

Unsere Geschichte



So wie alles begonnen hat.

 


Geschichte

Aufgrund der Teuerungsunruhen 1848 kam es in Eilenburg zu starken sozialen Spannungen. Zahlreiche Fabrikarbeiter in den großen Industriebetrieben der Stadt gerieten über die extrem gestiegenen Lebenshaltungskosten in Not. Unter diesem Eindruck gründeten Eilenburger Handwerker und Arbeiter eine Handelsorganisation auf Genossenschaftsbasis. Die „Eilenburger Lebensmittelassociation“ ist mit ihrer Gründung am 12. Juli 1850 die erste Verbrauchergenossenschaft Deutschlands. 

Die neue Organisation war nicht gewinnorientiert und konnte so die vom Großhandel erworbenen Waren günstiger an ihre Mitglieder verkaufen, als es die Einzelhändler konnten. Die Lebensmittelassociation stieß jedoch von Beginn an auf Missbilligung sowohl bei lokalen Geschäftsleuten, denen Einnahmen wegbrachen, als auch bei der Bezirksregierung in Merseburg, die politisch extreme Gefahren sah. 

Zwar konnte die Organisation nicht verboten werden, jedoch stand sie fortan unter polizeilicher Überwachung. Mitglieder und der Vorstand der Association wurden wiederholt verhört. So ließen sich die selbst gesetzten Ziele der Einrichtungen nach Ansicht der Mitglieder nicht mehr erreichen. Auf der Mitgliederversammlung vom 25. August 1851 beschlossen die Mitglieder die Selbstauflösung. Die formelle Auflösung erfolgte kurz darauf.




Zur Zeit der DDR ........



wurde das Genossenschaftsprinzip im Lebensmittelhandel übernommen. (Siehe Konsum (Handelskette)) In den 1950er und 1960er wurde ein dichtes Netz von Lebensmittelmärkten und Gaststätten aufgebaut, welches bis 1990 bestand. Nach der politischen Wende schlossen sich 1991 die Konsumgenossenschaften der Kreise Eilenburg, Torgau und Wurzen zur Konsumgenossenschaft Sachsen-Nord zusammen mit Sitz in Eilenburg. Von da an war der Lebensmitteleinzelhandel wieder das einzige Betätigungsfeld der Genossenschaft. Zahlreiche Filialen – vor allem in den Ortsteilen der Städte und der ländlichen Gemeinden – waren dennoch nicht rentabel und wurden aufgegeben. 

 

Im Jahr 2000 wurde die 150-Jahr-Feier der Gründung der ersten deutschen Konsumgenossenschaft in Eilenburg begangen. 

Am 23. April 2010 meldete die Konsumgenossenschaft Sachsen Nord Insolvenz an. Im Laufe des Insolvenzverfahrens wurde zur weiteren Sanierung des Unternehmens das Filialnetz durch Verkauf oder Schließung weiter ausgedünnt. Mit dem „Dorfkonsum“, wie er für die Orte der Region jahrzehntelang typisch war, verschwand 2010 im Zuge einer Insolvenz, in vielen Dörfern die einzige Verkaufsstelle. Von den zu Beginn des Insolvenzverfahrens noch vorhandenen 40 Filialen wurden zwei an andere Händler übergeben und elf geschlossen, so dass zuletzt noch 27 vollwertige Filialen existierten.  



Im Oktober 2010 ...


stimmte die Gläubigerversammlung dem Verkauf der verbliebenen 27 Verkaufsstellen an die eigens für die Übernahme gegründete Markant nah & frisch GmbH (später WM Handelsmarkt GmbH) aus Zittau zu. Dabei wurden 190 ehemalige Konsum-Mitarbeiter übernommen.  Die Standorte der nunmehrigen Markant-Filialen befanden sich trotz mehrfacher Netzausdünnungen nach wie vor hauptsächlich im ländlichen Raum. Somit übernahm Markant noch immer – basierend auf dem genossenschaftlichen Einzelhandel wie zu DDR-Zeiten – die Flächenversorgung im Einzelhandel.



Seit November 2018 .....


betreibt die NFresh GmbH die Filialen der WM Handelsmarkt GmbH weiter. 

nah&frisch versteht sich wie auch in früheren Zeiten als regionaler Betreiber und Anbieter. So ist es für uns selbstverständlich, dass wir mit Partnern aus der Region zusammen arbeiten und unseren Kunden somit regionale Produkte und Dienstleistungen anbieten können. 

nah&frisch trägt somit, nach wie vor zur Stärkung der Region bei.

Und durch die Betreibung unserer ländlichen Standorte leisten wir einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der ländlichen Strukturen. 


Getreu unserem Motto:

nah&frisch  - "Immer für Dich da!" "


Quellen:  Wikipedia, WM Handelsmarkt GmbH, NFresh GmbH
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